Wenn Sie einen DSL-Anschluss beantragen, kann dies unter Umständen zu Wartezeiten führen, weil die Telekom mit dem Ausbau nicht hinterher kommt. So ziemlich jeder, der sich für einen Internetzugang entscheidet, will per DSL auf die Datenautobahn. Alles andere ist im Prinzip auch frustrierend, weil aufgrund der immer komplexer gestalteten Internetauftritte die Ladezeiten länger werden. Und wer möchte schon seine kostbare Zeit mit warten vergeuden? Wem es zu lange dauert, bis die Telekom dafür gesorgt hat, dass man auch ins Internet kann, der kann sich alternativ nach Anschlüssen über Kabel oder Satellit umschauen. Die Infrastruktur für Kabel ist schon vorhanden, schließlich wird darüber in nicht wenigen Haushalten TV geguckt.
Die hohe Geschwindigkeit beim DSL wird dadurch möglich, dass, anders als bei ISDN, ein viel größerer Frequenzbereich genutzt werden kann. Weil der für das Telefonieren benötigte Frequenzbereich für DSL nicht benutzt wird, kann beides gleichzeitig betrieben werden. Beim Kunden wird an der Teilnehmeranschlussleitung ein Splitter angeschlossen, der die Telefon- von den DSL-Signalen trennt.
Auf den Splitter folgt der DSL-Router bzw. das Modem. Ein Router ist beim DSL-Anschluss notwendig, wenn mehrer Rechner zu einem Netzwerk zusammengeschlossen sind. Ansonsten reicht ein DSL-Modem. Per Kabel oder W-Lan erfolgt von dort aus die Verbindung zum Rechner. Der Vorteil am W-Lan ist, dass auf störende Kabel verzichtet werden kann. Der Nachteil ist, dass die Verbindung manchmal nicht so gut ist, wie über Kabel.
Wer die Wahl hat, hat die Qual: Es gibt jede Menge Anbieter, über die Sie DSL bekommen können. Hierzu zählen z.B. die Telekom, Arcor, 1&1, Freenet, EWE. Damit ist die Liste der Anbieter natürlich noch längst nicht erschöpft. Es gibt Anbieter mit eigenem Netz und solche, die über die Telekomrechnung abrechnen. Neben den bereits erwähnten Breitbandzugängen über DSL, Kabel und Satellit besteht noch die Möglichkeit, über Funk in das Internet zu gelangen. Dies ist eine noch wenig verbreitete Technik. Bisher konnten für über 90% der Bevökerung DSL-Anschlüsse gelegt werden, Tendenz steigend.
Eine Abdeckung von 100% wird es aber nicht geben. Hier besteht die große Chance für die Konkurrenz für DSL, in den Breitbandmarkt einzusteigen. Bloß könnte es schwer sein, Verbraucher, die bereits überf DSL verfügen, für die alternative Technik zu begeistern. Zum einen, weil sie vielleicht lange auf ihren DSL-Anschluss warten mussten und nun nicht schon wieder Lust haben, auf einen Wechsel und den Unannehmlichkeiten, die damit verbunden sein können.