DSL Verfügbarkeit

Technische Voraussetzungen

Wenn es die technische Möglichkeit gibt, im Internet schnell zu surfen, möchte man die auch nutzen. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn dies aus verschiedenen Gründen nicht klappt. Die DSL Verfügbarkeit hängt z.B. davon ab, wie lang die Leitung und wie breit ihr Durchmesser ist. Je länger und schmaler die Leitung ist, desto schwächer werden die gesendeten Signale. Zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Teilnehmeranschluss muss zudem eine durchgängige Kupferleitung verlegt werden. Darüber hinaus spielt die Anzahl der DSL-Teilnehmer im selben Anschlussgebiet eine Rolle. Nehmen sie zu, intensivieren sich auch die Interferenzen zwischen den einzelnen DSL-Verbindungen.

Fehlende DSL-Anschlüsse

Noch sind nicht alle deutschen Haushalte mit einem DSL-Anschluss ausgestattet. Vor allem der ländliche Raum ist gegenüber den Städten benachteiligt. In den Städten können nämlich mehr Menschen pro Flächeneinheit erreicht werden. D.h. die Investitionskosten haben sich schneller rentiert. Für die Telekom muss Wirtschaftlichkeit gegeben sein. Anders als bei Telefonanschlüssen besteht für die Telekom nämlich keine Verpflichtung, DSL flächendeckend anzubieten. Doch öffentlich lastet auf dem Ex-Monopolist der Druck, für möglichst viele Anschlüsse zu sorgen.

Als Argument dient den Verfechtern der DSL Verfügbarkeit die Heraufbeschwörung einer Zweiklassengesellschaft, nämlich jenen, die über das schnelle Breitband verfügen und denen, die sich mit dem Modem oder mit ISDN begnügen müssen. Diese Befürchtung ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Gerade die Wirtschaft befürchtet Wettbewerbsnachteile. Der damit verbundene Standortnachteil könnte Unternehmen dazu bewegen, sich nicht in Gemeinden anzusiedeln, die über kein DSL verfügen. Doch die Telekom bemüht sich, den Kritikern entgegen zu kommen. Bis Ende 2008 sollen annähernd 96% der Haushalte mit DSL-Anschlüssen versorgt sein.

73% aller Haushalte bezahlen einen DSL-Anschluss

Zudem hat sich die Telekom wegen der Freischaltung von DSL-Anschlüssen und der damit zusammenhängenden DSL Verfügbarkeit mit der Konkurrenz in den Haaren. Diese wirft ihr nämlich vor, nicht schnell genug zu handeln, sodass die Kunden der Mitkonkurrenten unnötig warten müssten. Die Telekom entgegnet den Vorwürfen, dass sie der Vielzahl an Anfragen aufgrund der Masse nicht nachkommen könne.

Außerdem sei sie vertraglich nur zu einer bestimmten Anzahl von Freischaltungen pro Mitbewerber verpflichtet. Mit dem Ausbau der Breitbandanschlüsse nimmt gleichzeitig die Wechselbereitschaft der Kunden zu. Inzwischen verfügen etwa 28 Millionen Haushalte über DSL. Das entspricht 73% aller Haushalte.
Wer nicht warten will oder kann, bis ein DSL-Anschluss verfügbar ist, der kann zu alternativen Technologien wie Breitband über Kabel, Satellit oder Funk zurückgreifen.