Der Internet-Provider ist Anbieter von Diensten, Inhalten und Technik rund um das Internet. Womit die meisten Verbraucher den Internet-Provider in Verbindung bringen, ist, dass er sich um die Bereitstellung des Internetzugang kümmert. Bekannte Internet-Provider sind beispielsweise 1&1, AOL, Arcor, EWE TEL, Freenet, HanseNet, T-Home oder Versatel. Die Auflistung könnte noch fortgeführt werden. Der Datentransfer erfolgt beispielsweise über die Funktechnik, Wähl- und Standleitungen sowie Breitbandzugängen. Es gibt lokale und national tätige Internet-Provider.
Darüber hinaus ist das Betätigungsfeld von Internet-Providern jedoch viel weiter gefasst. So zählt z.B. das Domain, Web-, Mail- und Server-Hosting dazu. Unter Housing versteht man die Bereitstellung von Serverschränken in Rechenzentren durch Anbieter für ihre Kunden. Colocation ist das Mieten von Raum in Rechnenzentrum, um dort eigene Server unterzubringen. Sonst bieten sich Internet-Provider auch als Verfasser oder Erzeuger von Inhalten an. Entweder werden redaktionelle Beiträge zur Verfügung gestellt oder es wird ein Content Managment System vermietet.
Für welchen Internet-Provider Sie sich entscheiden, hängt letzten Endes davon ab, welchen Tarif Sie gewählt haben. Doch diese zu unterscheiden, fällt gar nicht so leicht, weil sie sich in ihren Leistungen überschneiden und daher schwer vergleichbar sind. Aufgrund der vielen Tarife sieht der Verbraucher den Wald vor lauter Bäumen nicht. Dies kann sich nachteilig auf das Geschäft auswirken. Denn Angebote, die eigentlich gut sind, werden vom Kunden eventuell nicht wahrgenommen und gehen in der Masse unter. Was die Werbung der Provider angeht, achten Sie auf das, was in den Fussnoten steht. Dort erst erfahren Sie das wirklich Wichtige.
Das, was die Internet-Provider in die Werbung investieren, fehlt manchmal im Service, hat man das Gefühl. Jedenfalls können die Verbraucherzentralen darüber berichten, dass sich die Kunden über schlechte Serviceleistungen beschweren. Dies bezieht sich dann beispielsweise auf kostenpflichtige Hotlines und inkompetente Beratung. In Erwartung eines besseren Services sollte man nicht unbedingt den Internet-Provider wechseln.
Eher sollte schon der Preis und die gebotene Leistung eine Rolle spielen. Um ihren Kundenstamm zu erweitern, wagen sich einige Internetprovider in für sie unbekannte Gebiete vor. So bieten z.B. die Telekom und Arcor Triple Play an, was den Empfang von Fernsehen über das Telefonkabel ermöglicht.