Triple Play bezeichnet die Möglichkeit, über die Internetverbindung zu telefonieren, fernzugucken und natürlich zu surfen. Als Verbindungsgeschwindigkeit sollte schon DSL 16000 Mindestvoraussetzung sein. Bezieht man alle drei Dienste von einem Anbieter, muss man sich bei Fragen oder Problemen nur noch an ein Unternehmen wenden. Der Nachteil besteht darin, das, wenn die Technik versagt, die Gefahr besteht, dass gleich alle drei Dienste auf einmal ausfallen.
Zwar wird das Zusammenwachsen von Internet und TV des öfteren verkündet, anhand der Nutzerzahlen ist dies jedoch noch nicht erkennbar. Die Branche zeigt sich trotzdem optimistisch, das Triple Play doch noch unter das Volk zu bringen. Im Sommer 2008 hatten etwa 300.000 Verbraucher das Internetfernsehen. 250.000 Anschlüsse davon gehen auf das Konto der Telekom, die mit dem Angebot „T-Home Entertain“ auf dem Markt vertreten ist. Alice konnte inzwischen 20.000 Kunden für sich gewinnen. Die Telekom versucht Kunden mit einem zweimonatigen Schnupperangebot zu ködern.
Das Triple Play Paket kann dann für zwei Monate kostenlos getestet werden. Danach hofft der Ex-Monopolist, dass die Kunden so überzeugt sind, dass sie dazu bereit sind - abhängig von der Verbindungsgeschwindigkeit – 50 Euro und mehr für die neue Technik zu zahlen.
Wenn die Triple Play Anbieter Kunden hinzugewinnen wollen, müssen sie noch einiges tun (wenn sie es nicht schon getan haben). So dauerte im Jahr 2007 z.B. der Programmwechsel nervtötende viereinhalb bis sechs Sekunden. Das ist eindeutig zu viel. Das passiert, wenn ein Telekommunikationsunternehmen die bewegten Bilder per Internetprotokoll ins Wohnzimmer schickt.
Bei dieser Technik herrscht noch Nachholbedarf. Zu Bildstörungen und Ausfällen kam es bei Alice homeTV, wenn man den Sender wechseln wollte. Der Abruf von Spielfilmen bei dem Anbieter funktionierte hingegen gut. Die Filme aus der Videothek auszuleihen wäre hingegen billiger gewesen.
Doch nicht nur Telefongesellschaften sind im Triple Play Geschäft tätig. Die Kabelfernsehenanbieter versuchen sich ebenso auf diesem neuen Geschäftsfeld. Dort gibt es Startschwierigkeiten bei der Telefonie. So kommen beispielsweise nicht alle Anrufe durch. Mann könnte sagen, dass die Anbieter von Triple Play jeweils in der Technik zulegen müssten, die ihnen eigentlich nicht zu eigen ist.
Wer sich für einen Triple Play Anschluss entscheidet, muss damit rechnen, das seine Bestellung verloren geht oder es Monate dauert, bis die heiß ersehnte Technologie freigeschaltet wird. So zumindest der Stand aus dem Jahr 2007. Seitdem hat sich hoffentlich einiges geändert.