Very High Speed Digital Subscriber Line (VDSL) ist eine schnelle Variante von DSL. Übersetzt heißt es so viel wie „Digitaler Teilnehmeranschluss mit sehr hoher (Daten-)Übertragungsrate“. Darüberhinaus gibt es noch Bezeichnungen wie Very High Data Rate DSL oder Very High Bitrate DSL, um nur zwei Beispiele zu nennen. Als Medium Die Transferraten werden beschleunigt. Es ist schneller als ADSL oder ADSL2+.
Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 52 Mbit/s und Uploadgeschwindigkeiten von bis zu 11 Mbit/s sind möglich. Abhängig vom Anbieter und dessen Bandplan werden bis zu vier Frequenzbänder genutzt. Mit zunehmender Entfernung des Nutzers von der örtlichen Vermittlungsstelle nimmt die Transferrate rapide ab. Bei einer Distanz von 900 m sinkt die Rate auf 26 bzw. 5,5 Mbit/s, bei zwei Kilometern Entfernung ist die Übertagung auf ADSL-Niveau.
Bis zur nächsten Vermittlungsstelle ist der Vorteil von VDSL also verpufft. Aus diesem Grund hat die Telekom Multifunktionskästen zwischen Kunde und Vermittlungsstelle installiert. So reicht das Glasfasernetz ganz nah an die Kunden und die für die reduzierten Datengeschwindigkeiten verantwortlichen Kupferleitungen werden möglichst kurz gehalten.
Weltweit hat sich VDSL noch nicht durchsetzen können. Dies mag zum einen an der bereits oben angeführten schwachen Signalreichweite und zum anderen an der fehlenden Möglichkeit, bestimmte Anwendungen bei der Übertragung eine Priorität zuzuordnen, liegen.
Die zweite Version von VDSL, VDSL2, hat gegenüber dem Vorgänger zugelegt. Im Up- und Downstream können theoretische Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s erreicht werden, die Reichweite der Signale ist gestärk worden. Mit Hilfe von VDSL ist Triple Play möglich. So kann über die Telefonleitung gesurft, fern geguckt und telefoniert werden. Der Ausbau von VDSL 2 ist zunächst nur in Ballungszentren vorgesehen.
Über VDSL Tarife kann man sich im Internet bei den diversen Anbietern informieren. Alternativ kann jeder sich auch bei VDSL Tarifrechnern über die Preise und alles weitere erkundigen. Wer kein Triple Play benutzt, sollte sich überlegen, ob er VDSL 2 überhaupt braucht. Könnte nicht eine geringere Verbindungsgeschwindigkeit dem Kunden gerechter werden? Das hätte den angenehmen Nebeneffekt, dass am Monatsende eine niedrigere Rechnung im Postkasten landet.